St. Pius X

St. Pius X, Neuss-Stadionviertel
Im Jahre 1966 plante und baute Prof. J. Schürmann die Kirche in Doppelkleeblattform aus Sicht­­­beton mit Fensterschlitzen. Den Raum überspannt ein zweifach gekrümmtes Hängedach. Die Unterseite dieser Konstruktion schließen Zedernholzschindeln als Farbkontrast zu Sichtbeton und dunklem Innenraum mit seinen sechs Konchen: in der größeren stehen Altar, Kreuz und Taufbecken, am Übergang zur nördlich benachbarten Konche mit dem von Pius-Frauen geschaffenen Kreuzweg hat das Tabernakel seinen Platz. Erwähnenswert ist auch die Orgel in der Konche dem Altar gegenüber.

Die Kirche hat drei Eingänge, von denen die „Porta Principalis“ im NW ein farbiges Betonrelief aufweist.

Die Altarkonche setzt sich in einer von ihr getrennten, außen kaum wahrnehmbaren Schale fort, die als Glockenturm die bisherigen drei Glocken trägt. Seit Anfang 1997 erfolgt die künstlerische Verglasung durch H. Spierling (Krefeld), dazu passend eine dem Raum angemessene Beleuchtung.
Zur Nacht der offenen Kirchen war die von Prof. Schürmann von 4o Jahren geplante Pius Kirche Schauplatz einer spektakülären Licht Instalation.
Die Korschenbroicher Firma "bocom" hüllte die Kirche nach Einbruch der Dunkelheit in ständig wechselnde Spektalfarben. So entstand durch die Lichteffekte eine beeindruckende Stimmung auf dem Kirchplatz, der die zahlreichen Besucher der Nacht der offen Kirchen in ihren Bann zog.