Zu den Wurzeln der Konfessionen: Geistliche besuchten den Berg Athos

07.06.2022

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Aus: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

Gemeinsam auf dem Berg Athos (von links): Pfarrer Sebastian Appelfeller, Erzpriester Panagiotis Tsoubaklis und Dompropst Guido Assmann.

In der Quirinusstadt sind es oft nur kurze Entfernungen von einer katholischen zu einer evangelischen Kirche oder aber zur griechisch-orthodoxen Kirche Hl. Nektarios in Weckhoven. „Und zum Glück ist die Ökumene selbstverständlich und alltäglich. Dass dies nicht immer so war, können die älteren Menschen in Neuss oft noch erzählen. Wir meinen heute oft, dass Toleranz und Verständnis selbstverständlich sind, doch wer sich umsieht, lernt schnell, dass gute Beziehungen auch etwas brauchen, an das sie anknüpfen”, so der frühere Oberpfarrer und heutige Dompropst Guido Assmann.

Genau dies hatte er im Blick, als er anlässlich des Gedenkens an die Reformation dem orthodoxen Erzpriester Panagiotis Tsoubaklis und dem evangelischen Pfarrer Sebastian Appelfeller vorschlug, zum gemeinsamen Gebet an die Wurzeln der jeweiligen Konfessionen zu reisen. Nach der Wallfahrt nach Rom dauerte es wegen Corona etwas, nun aber sind alle drei erneut aufgebrochen, um diesmal die Wurzeln der orthodoxen Kirche auf dem Mönchsberg Athos in Griechenland zu erkunden.

„Es waren vier besondere Tage mit viel Gebet und Liturgie, aber auch mit großem Staunen darüber, was die zahlenmäßig kleinen Geschwister in der Stadt Neuss an spirituellem Reichtum in die christliche Gemeinschaft mit einbringen“, so Assmann. Und dies sei ein Anlass, die Ökumene auch in Zukunft zu stärken.