Zisterzienser gründeten Kongregation unter Langwadener Leitung

22.07.2022

Die Langwadener Mönche gehören jetzt zur Zisterzienser-Kongregation der heiligen Gertrud der Großen. Foto: TZ

Die Zisterzienser haben eine neue Kongregation der heiligen Gertrud der Großen unter Langwadener Leitung gegründet. Schon seit vielen Jahren treffen sich die Gemeinschaften aus den ostdeutschen Frauenklöstern St. Marienthal (Ostritz), St. Marienstern (Panschwitz-Kuckau), Helfta (Eisleben) und dem Männerkloster Langwaden im Stadtgebiet von Grevenbroich. Aus einem intensiven Austausch ist eine geschwisterliche Verbindung erwachsen.

Da alle vier Klöster direkt dem Generalabt unterstellt waren und keiner Zisterzienserkongregation angehörten, entstand der Wunsch, sich in einer eigenen Kongregation zusammenzuschließen. Generalabt Dom Giuseppe-Mauro Lepori unterstützte dieses Vorhaben von Anfang an. Nun hat die vatikanische Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens per Dekret die Zisterzienser-Kongregation der heiligen Gertrud der Großen errichtet.

Sie ist die Nachfolgerin der Kongregation vom Reinsten Herzen Mariens, die von 1923 bis 2014 bestanden hat. Als erster Präses der Kongregation der heiligen Gertrud der Großen wurde der Prior von Langwaden, Pater Bruno Robeck, eingesetzt. Seine Amtszeit dauert nach den Konstitutionen zwölf Jahre.

Durch diesen neuen Zusammenschluss sollen das zisterziensische Charisma nach dem Beispiel des heiligen Bernhard und der heiligen Gertrud der Großen gefördert und der Reichtum und die Schönheit des monastischen Lebens sichtbar werden. Innerhalb des Ordens bilden die vier Klöster eine Gruppe mit einer eigenen Ausrichtung. Sie helfen sich gegenseitig und tragen füreinander Verantwortung.

Die meisten Zisterzienser-Klöster in Deutschland gehören jetzt einer drei folgenden Kongregationen an: der Mehrerauer Kongregation, der Österreichischen Kongregation oder der Kongregation der heiligen Gertrud der Großen.