Wichtiger Beitrag zur Inklusion: Gottesdienste in Leichter Sprache beleuchtet

Expertin für Gottesdienste in Leichter Sprache: Barbara Seehase aus Wevelinghoven. Foto: TZ
Expertin für Gottesdienste in Leichter Sprache: Barbara Seehase aus Wevelinghoven. Foto: TZ

Die Leichte Sprache ist besonders einfach. Sie soll Menschen, die aus Gründen wie etwa Lernschwierigkeiten über eine geringe Kompetenz in der deutschen Sprache verfügen, das Verstehen von Texten erleichtern. Und sie sollte auch in der Kirche genutzt werden als Beitrag zur Inklusion, dem Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung. Das meint Barbara Seehase aus der Gemeinde St. Martinus in Wevelinghoven.

Sie ist Religionspädagogin und arbeitet als Referentin der Geschäftsführung bei der Behindertenhilfe der Neusser St.-Augustinus-Gruppe. Mit Jochen Straub, Referatsleiter für die Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Bistum Limburg, hat sie das Thema intensiv beleuchtet. Ergebnis: Übersichtlich, prägnant und kreativ – so sollte ein Gottesdienst in Leichter Sprache gestaltet sein.

„Inklusiv Gottesdienst feiern heißt miteinander feiern. So können sich auch alle beteiligen. Das kann sehr vielfältig sein und reicht vom Stegreifspiel über ein Predigtgespräch bis zum Vorlesen“, so Seehase. Die Feste im Jahreskreis und Themen wie Frieden oder Trauer erhielten einen neuen Zugang durch einfache Symbole, Lieder und Texte. Zusammengefasst sind die Erkenntnisse jetzt in dem 176-Seiten-Buch „Lebenszeichen – Gottesdienste, Gebete und Katechesen in Leichter Sprache“. Es erschien beim Schwabenverlag und kostet 18 Euro (ISBN 978-3-7966-1784-3).