Rommerskirchener Trier-Pilger sind herzlich aufgenommen worden

Am Ziel: die Rommerskirchener Trier-Pilger vor der Basilika St. Matthias.

Eigentlich hatten sie sich wegen der Hochwasserkatastrophe sehr schwer getan mit der Entscheidung, ihre Wallfahrt auszurichten, sich aber dann doch entschieden, unter der Jahreslosung „Schaut hin“ zum Apostelgrab nach Trier zu gehen: So machten sich 22 Rommerskirchener Pilger nach Messe und Busfahrt ab Reifferscheidt-Wiesen auf ihren traditionellen Weg durch die Eifel zur Basilika St. Matthias.

Der Weg musste verkürzt werden, da im Hochwassergebiet Gemünd/Olef/Schleiden die gewohnte Unterkunft für den zweiten Tag nicht zu Verfügung stand, weil der dortige Kindergarten ins Pfarrheim gezogen war. Mit auf den Weg wurde eine Kerze zum Gedenken an die Opfer der Flutwasserkatastrophe im Juli genommen, die jeweils zu den Gottesdiensten und den Mahlzeiten angezündet wurde.

Eine besondere Überraschung gab es dann für die Rommerskirchener in Jünkerath-Glaadt. Am dortigen Pfarrheim, wo am späten Nachmittag normalerweise eine Kaffeepause eingelegt wird, wurden Sie von einer Frau empfangen, die die Pilger in ihr Haus einlud, da im Pfarrheim die Möbel von hochwassergeschädigten Familien eingelagert waren. Die Familie war selbst Opfer der Katastrophe im Kylltal geworden, und so tranken die Trier-Pilger in der leergeräumten Küche mit abgeschlagenem Putz ihren Kaffee.

Nach vier Tagen wurde das Pilgerziel, die Matthias-Basilika am Mosel-Ufer, erreicht, wo Gerd Fuchs, Johannes Kreuels und Ivan Matjeta für ihre 25. sowie Otto Müller und Claus Stappen für ihre zehnte Wallfahrt von Pilger-Pater Athanasius geehrt wurden. Mit einer Messe endete die Wallfahrt. Am 11. Dezember findet bei einem Adventskaffee das traditionelle Nachtreffen im Pfarrzentrum St. Peter in Rommerskirchen statt.