Pfarrer Hermann-Josef Schmitz wurde vor 50 Jahren zum Priester geweiht

Vor 50 Jahren zum Priester geweiht: Pfarrer i. R. Hermann-Josef Schmitz. Foto: TZ
Vor 50 Jahren zum Priester geweiht: Pfarrer i. R. Hermann-Josef Schmitz. Foto: TZ

Vor 50 Jahren zum Priester geweiht worden ist Pfarrer i. R. Hermann-Josef Schmitz, Subsidiar im Seelsorgebereich Neuss-Mitte. Sein Goldjubiläum feiert er sowohl in seiner ehemaligen Wirkungsstätte St. Suitbertus in Kaiserswerth als auch in der Neusser Marienkirche, in deren Schatten er heute wohnt.

Schmitz stammt aus Holzheim, kam dort 1946 im alten Krankenhaus zur Welt und wuchs an der benachbarten Hauptstraße in einer Schreiner-Familie auf. Nach dem Abitur am Quirinus-Gymnasium in Neuss studierte er Theologie in Bonn und Freiburg und wurde 1971 zum Priester geweiht. Nach seiner Kaplanszeit wurde Pastor Schmitz, wie ihn alle nennen, Pfarrer in Oberbilk und danach an der Kaiserswerther St.-Suitbertus-Basilika. Als leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Angerland/Kaiserswerth ging er in den Ruhestand und lebt seit 2015 in der Quirinusstadt.

„Als ich vor 50 Jahren in Holzheim Primiz gefeiert habe, geschah das in einem rheinisch-katholischen Milieu mit Blasmusik, und das halbe Dorf stand Kopf“, erinnert sich Schmitz. Mittlerweile seien die wenigen Neupriester dagegen mit einer säkularen Gesellschaft konfrontiert. „In der Kirche von heute gibt es Vorwärtsstürmer und Bewahrer. Ich versuche mich in der Mitte und in der Vermittlung einzuordnen – so, wie der Katholizismus einen Mittelplatz hat zwischen Protestantismus und Orthodoxie“, sagt der Jubilar, der gern liest, wandert und sich mit Menschen unterhält.