Norf: Heutige Pfarrkirche St. Andreas wurde vor 250 Jahren geweiht

05.08.2022

/

Aus: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

Die heutige Pfarrkirche St. Andreas mit ihrem Barockaltar wurde vor 250 Jahren geweiht. Foto: TZ

Die Chronik bringt den Grund für ein großes Jubiläum auf den Punkt: „1772: Der Abt von Knechtsteden, Heinrich Kreuter, erhielt vom Erzbischöflichen Stuhl die Vollmacht, die marianisch-josephinische Kapelle des Damenstifts der Weltlichen Congregation Beatae Mariae Virgini zu Norf zu konsekrieren.“ Das war vor 250 Jahren, und bei der vormaligen Stiftskapelle handelt es sich um die heutige Pfarrkirche St. Andreas mit ihrer prächtigen barocken Ausstattung.

Bei einem ökumenischen Gemeindefest werden die Norfer Christen am Sonntag, 14. August, daran erinnert. Um 10 Uhr beginnt der Gottesdienst am Standort der alten Kirche neben dem Kirmesplatz. Anschließend zieht eine Prozession zur St.-Andreas-Kirche, an der dann ein buntes Markttreiben seinen Lauf nimmt.

Bei der 250-Jahr-Feier bleibt es nicht: Vor 200 Jahren wurde besagte Stiftskapelle von der Gemeinde als Pfarrkirche in Besitz genommen, vor 150 Jahren erfolgte die Grundsteinlegung für den Turm, und vor 50 Jahren entstand die evangelische Friedenskirche.

Anno 817 hatte ein gewisser Friduric dem Werdener Abt Hildigrim zwei Morgen Land „bei der späteren Wüstung Rüblinghoven am Gillbach“ verkauft, die mit einer Seite an „terra sancti Andreae“, also an Land von St. Andreas, grenzte – die erste urkundliche Erwähnung. Im Jahr 1839 wurde die alte Kirche „auf Abbruch verkauft“, wie es in der Chronik heißt.