Nikolauskloster: Pater Athanasius zurück an alter Wirkungsstätte

29.03.2022

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Aus: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

Wieder im Nikolauskloster der Oblatenmissionare: Pater Athanasius Wedon. Foto: TZ

Ein großer Lebenskreis hat sich geschlossen: Anfang der 1980-er Jahre hat Athanasius Wedon als Schüler im Nikolauskloster bei Glehn gewohnt, um auf dem Abendgymnasium sein Abitur zu machen. Jetzt ist er als Pater der Oblatenmissionare dorthin zurückkehrt.

Dazwischen lagen viele Stationen. Der gebürtige Stuttgarter absolvierte eine Schauspieler-Ausbildung und wanderte nach Kanada aus, wo er Verwandte hatte. In der Hauptstadt Ottawa studierte er Theologie, schloss sich den Oblatenmissionaren an, wurde 1994 zum Priester geweiht, wirkte als Kaplan in München und Zwickau und wandte sich dann der Pilger-Seelsorge zu: zunächst im französischen Lourdes, danach in Maria Taferl, dem größten Wallfahrtsort Niederösterreichs.

Und genau dort arbeitete auch Pater Andreas Petith, der das Nikolauskloster heute als Rektor leitet und seinen früheren Weggefährten zurück an den Jüchener Bach lotste, der die Köln-Aachener Bistumsgrenze markiert. Pater Athanasius feiert Gottesdienste, hält Exerzitien in der Fastenzeit, er tauft Kinder, begleitet Einkehrvormittage und Trauerkreise und hilft als Ersatz-Organist aus.

Der Kontakt nach Maria Taferl reißt nicht ab. Etliche Niederösterreicher verfolgen auf dem YouTube-Kanal des Klosters seine Messen und haben sich für den Sommer samt Bürgermeister zum Besuch angesagt. Pater Athanasius vollendet dann sein 60. Lebensjahr.