Nach 40 Jahren: Leitungswechsel in der Caritas-Pflegestation Dormagen

05.05.2020

Sie hat die Pflegestation Dormagen des katholischen Caritasverbands zu dem gemacht, was sie heute ist: Die Pflegedienstleiterin und Gründerin Ingrid Köppinger geht nach 40 Jahren in den Ruhestand. Sie übergibt die Einrichtung, die einen exzellenten Ruf genießt, an ihre langjährige Stellvertreterin Sabine Jüsten. Neue stellvertretende Leiterin ist Andrea Pelzer, die seit Anfang 2019 zum Team der Pflegestation gehört.

1980 hat Ingrid Köppinger die heutige Pflegestation mit zwei weiteren Krankenschwestern quasi aufgebaut. „Damals nannte sich das noch Gemeindepflege und wir wurden von Ordensschwestern unterstützt“, erinnert sich die 63-Jährige. Der Weggang vom Krankenhaus fiel der Krankenschwester nicht leicht, aber wegen der Geburt ihrer Tochter, wollte sie weg vom häufigen Schichtdienst in der Klinik. „Damals hatten wir nur alle sechs Wochen Wochenenddienst“, erinnert sie sich an die Anfänge der Pflegestation.

Nicht nur das hat sich im Laufe von vier Jahrzehnten geändert: „Die Dokumentation erfolgte damals, wenn überhaupt, nur mit Notizen, heute ist das alles EDV-gestützt.“ Mit der größte Einschnitt sei aber die Einführung der Pflegeversicherung gewesen. „Plötzlich standen Aspekte wie Wirtschaftlichkeit an erster Stelle, das war für viele nicht einfach umzusetzen.“ Auch die Fusion der Caritasverbände Grevenbroich und Rhein-Kreis Neuss brachte 2005 viele Veränderungen für die Pflegedienstleiterin mit: „Lange Zeit war ich eine Art Einzelkämpferin, nun hatte ich plötzlich Vorgesetzte und Leitungskollegen.“

Wichtig war Köppinger in ihrem langen Berufsleben immer eine hohe fachliche Kompetenz und die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter. Auch auf eine gute Zusammenarbeit mit den Ärzten vor Ort legte sie stets viel Wert.

In den Ruhestand geht die agile 63-jährige mit zwei lachenden Augen. „Ich blicke immer schon lieber nach vorne als zurück.“ Und sie weiß, sie übergibt eine sehr gut geführte Pflegestation. Für den neuen Lebensabschnitt plant sie gemeinsam mit ihrem Mann ausgiebige Reisen mit dem Wohnwagen und viel Zeit mit ihrem kleinen Enkel zu verbringen – so es die Corona-Situation wieder zulässt. Eine Verabschiedungsfeier holt die Caritas zu geeigneter Zeit nach.