Meditation über die Leidenswerkzeuge des Herrn: Arma-Christi-Kreuz in Nettesheim

Erinnerung an die Leidenswerkzeuge des Herrn: das Nettesheimer Arma-Christi-Kreuz in St. Martinus. Foto: TZ
Erinnerung an die Leidenswerkzeuge des Herrn: das Nettesheimer Arma-Christi-Kreuz in St. Martinus. Foto: TZ

Da die Menschen in der Osterzeit eingeladen sind zur meditativen Betrachtung von Passion und Auferstehung, ist jetzt in der Kirche St. Martinus in Nettesheim ein Arma-Christi-Kreuz ausgestellt. Es zeigt die Leidenswerkzeuge (lateinisch „arma“) des Herrn, die seit dem neunten Jahrhundert bekannt sind, und zwar in farbigen Fresken in Kirchen, als aufwendig gestaltete Stein- oder Holzkreuze an Wegen oder als einfache Holzkreuze in Kapellen.

Nettesheim hat seit vielen Jahren ein ausdrucksstarkes Kreuz dieser Art, das bis Christi Himmelfahrt neben Osterkerze und geschmückten Grünzweigen im hinteren Bereich des Kirchenschiffs aufgebaut ist. Gemeindemitglied Hans-G. Fühser kam auf die Idee, nachdem er gesehen hatte, wie Papst Franziskus in Corona-Zeiten allein neben einem alten Pestkreuz gebetet hat.

Jeder, der Jesu Leidensgeschichte kennt, versteht die Symbole auf dem Kunstwerk. Auf dem Längsbalken sind ein Band mit der Inschrift „INRI“, die Dornenkrone, zwei Schlagstöcke mit Riemen und Knoten, Hammer und Zange sowie jeweils drei Nägel und Würfel zu sehen. Am Querbalken rechts ist eine Leiter zu sehen, am Querbalken links sind Speer und Schwamm auf einem (Ysop-) Stab dargestellt.

Der romanische Kirchturm ist mittwochs bis samstags jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet – mit dem Blick aufs Arma-Christi-Kreuz.