Kloster Knechtsteden: Pater Albert Claus feierte sein Diamantjubiläum

Vor 60 Jahren zum Priester geweiht: Spiritaner-Pater Albert Claus aus Knechtsteden. Foto: TZ
Vor 60 Jahren zum Priester geweiht: Spiritaner-Pater Albert Claus aus Knechtsteden. Foto: TZ

Sein Diamantjubiläum feierte jetzt der langjährige Leiter der deutschen Spiritaner-Provinz, Pater Albert Claus. Am 1. Mai vor 60 Jahren wurde der Ordensmann aus dem Kloster Knechtsteden zum Priester geweiht. Im Februar 1975 wählten ihn die Mitbrüder zum Provinzial. In seine Amtszeit fielen etwa die Gründung des Missionshauses in Stuttgart sowie die Eröffnung der Bildungsstätte Libermannhaus und der Beginn des Projekts „Missionar auf Zeit“ in Knechtsteden. 

Das Engagement von Pater Claus beschränkte sich keineswegs auf Deutschland. Auf unzähligen Missionsreisen besuchte er die Mitbrüder in Afrika und Lateinamerika, bestärkte sie auch in schwierigen Situationen und kehrte mit ihren Anliegen und Nöten zurück, um für sie einzutreten. Die vielen Dias, die Claus machte, machten es ihm einfach, den Menschen in Deutschland die Mission in Übersee und ihre Probleme, aber auch ihre Erfolge nahezubringen. Dass der Pater der richtige Mann am richtigen Ort war, zeigte auch die Tatsache, dass seine Mitbrüder die Ordensleitung in Rom zweimal um die Genehmigung einer weiteren Amtszeit baten. Zwölf Jahre leitete Claus so die Geschicke der Provinz.

Der jetzige Jubilar erblickte 1929 in Speyer das Licht der Welt. Sein Start ins Leben als Missionar war voller Hindernisse. Der junge Mann wurde noch in den letzten Kriegsjahren eingezogen und versäumte fast zwei Jahre in der Schule. Dennoch war er entschlossen, das Verpasste nachzuholen, um Priester werden zu können. 1946 bewarb er sich bei den Spiritanern, die den lebensfrohen Pfälzer auf ihre Missionsschule in Menden im Sauerland schickten.

Claus gelang es, den Lernrückstand aufzuholen, erkrankte aber an offener Lungentuberkulose. Die Krankheit verzögerte seine Ausbildung erneut, so dass er erst 1954 Menden mit dem Abitur in der Tasche verlassen konnte. Nach dem Noviziat in Heimbach legt er 1956 die Profess ab und absolvierte die philosophisch-theologischen Studien in Knechtsteden, ehe er 1961 zum Priester geweiht wurde.

Claus wurde nach der Absolvierung diverser Lehrgänge zunächst als Präfekt der Spätberufenen im Missionshaus St. Guido in Speyer eingesetzt, in dessen Nähe er aufgewachsen war. 1967 wählen ihn die Mitbrüder dort zu ihrem Superior. Als solcher und seit 1969 auch als Provinzrat setzt er sich vielseitig für die ihm anvertrauten Menschen ein. Nach dem Ende seiner Amtszeit als Provinzial 1987 übernahm Claus die Leitung der Missionsprokur. 

Zusätzlich war er zeitweise Regens in Hangelar und Rektor an der Knechtstedener Basilika. Claus engagierte sich stets für seine Mitbrüder im Ausland. Oft konnte man ihn bis spät in die Nacht Briefe schreiben sehen, mit denen er den Kontakt aufrecht hielt. Auch die Freunde und Förderer sowie die Mitarbeiter der Spiritaner waren stets Gegenstand seiner unaufdringlichen Fürsorge und machten den Pater bekannt und beliebt.