Hugo Liedmann vor 100 Jahren zum Oberpfarrer von St. Quirin ernannt

Oberpfarrer Hugo Liedmann: Ölgemälde im Pfarrhaus von St. Quirin. Foto: TZ
Oberpfarrer Hugo Liedmann: Ölgemälde im Pfarrhaus von St. Quirin. Foto: TZ

Die Katholiken von Rhein und Erft gedenken Domkapitular Hugo Liedmann, der vor 100 Jahren zum Oberpfarrer an St. Quirin ernannt worden ist. Der Seelsorger hat nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich den Wiederaufbau des Münsters forciert und amtierte bis 1960. Im Kapitelsaal des Pfarrhauses hängt ein Ölgemälde, das Liedmann zeigt. In der Innenstadt ist eine Straße nach ihm benannt.

„Sein priesterliches Leben und Wirken war durchdrungen von starkem Glauben, tiefer Frömmigkeit und unerschütterlichem Gottvertrauen“, heißt es auf dem Totenzettel aus der Sammlung des Schützenpräsidenten Martin Flecken.

Liedmann erblickte 1879 in Ostpreußen das Licht der Welt und wurde 1905 zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Essen und Köln sowie Pfarrer in Bad Godesberg, ehe er seine Stelle an St. Quirin antrat und später Dechant beziehungsweise Stadtdechant wurde.

„Seine charakterfeste, den vielfältigen Aufgaben seines hohen Amtes stets hingegebene Persönlichkeit hat während der fast 40-jährigen Tätigkeit… das katholische Leben in Neuss nachhaltig geprägt“, so steht es auf dem Totenzettel zu lesen. Gegen den Nationalsozialismus verteidigte er mutig und mit unbequemer Festigkeit Glauben und Kirche.

Liedmann verstarb 1963 in Bonn und war der letzte nicht-residierende Domkapitular aus Neuss vor dem Amtsantritt von Monsignore Guido Assmann, dem heutigen Dompropst.